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Business Insider: Warum japanische Messer so teuer sind

Dienstag, 01. Juni 2021
Takamura Messer Japan

Köche in Spitzenrestaurants wie dem Noma schwören auf die Messer aus dieser kleinen Manufaktur in der Präfektur Fukui. Rund ein Dutzend Personen stellen dort in Handarbeit die edlen Werkzeuge her, die wie von selbst etwa durch Gemüse gleiten. Ganz im Ernst – die Messer der Takamuras machen das ja sonst eher nervige Zwiebelschneiden zu einer ganz neuen, angenehmen Erfahrung! Sie geben für diese Perfektion viel Zeit (sind oft bis Mitternacht in der Firma) und auch einen Teil ihres Gehörs dran… Das Hämmern ist wirklich ohrenbetäubend! Wie häufig bei japanischen Manufakturen, die Spitzenprodukte herstellen, würde man das der Werkstatt – mit selbst zusammengebauten Maschinen und dem vielen Kram, der herumsteht – so nicht ansehen. Die gesamte Aufmerksamkeit gehört dem perfekten Produkt.

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SRF “Echo der Zeit”: Japan fehlt es an weiblichen Vorbildern

Donnerstag, 25. Mrz 2021

Wegen frauenfeindlicher Bemerkungen musste Yoshiro Mori, der Chef des japanischen Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in Tokio, im Februar zurücktreten. Mori wurde ersetzt – durch eine Frau. Er selbst hatte einen Mann als Nachfolger vorgeschlagen. Das Schweizer Radio SRF und die MacherInnen der Sendung “Echo der Zeit” wollten wissen, ob Moris Verhalten sinnbildlich dafür ist, wie in Japan über Gleichstellung gedacht wird, und ob es in Japan eine MeToo-Bewegung gab. Zu diesen Fragen haben wir Ende Februar telefoniert.

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Wiederaufbau ohne Frauen: Betonmauern statt Spielplätze

Donnerstag, 11. Mrz 2021

Zehn Jahre nach dem Beben der Stärke 9,0, den Tsunamis und der Havarie im AKW Fukushima Daiichi ist der Wiederaufbau in den betroffenen Regionen im Nordosten Japans bei weitem nicht abgeschlossen. In den überwiegend ländlichen Gebieten haben die alten Männer das Sagen, junge Leute und speziell Frauen werden kaum gehört. In der Folge hat man leider häufig an den Bedürfnissen der Leute vorbei wiederaufgebaut. Zum Beispiel riesige Betonmauern zur See, aber keine Kinderspielplätze. Familien in Otsuchi werden daher jedes Wochenende zu “Spielplatznomaden”. Mit Charme, IT & kleinen Tricks stemmt sich eine NGO-Leiterin seit Jahren und mit zunehmendem Erfolg gegen analoge, archaische und partriarchalische Strukturen in einer Gegend, die im doppelten Sinne hinter dem Wald liegt.

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Interview mit Taiwans Digitalministerin Audrey Tang

Sonntag, 27. Dezember 2020

Audrey Tang ist Digitalministerin von Taiwan und selbsterklärte “Poetician”. Sie möchte die Demokratie mit Technologie stärken – gerade in der Pandemie. In unserem Interview für die aktuelle “NZZ am Sonntag” spricht die eloquente 39-Jährige, die früher Hackerin und Unternehmerin war, über die taiwanische Corona-Erfolgsgeschichte, warum Humor gegen Verschwörungstheorien helfen kann, wie die Volksrepublik China versucht, das unabhängige Taiwan zu beeinflussen, und warum ein fehlender “Reply”-Knopf den Trollen keine Chance lässt.

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ARTE-Doku: “Welt auf Abstand – Reise durch ein besonderes Jahr“

Samstag, 05. Dezember 2020

Was passiert, wenn Menschen einander nicht mehr physisch nahe kommen können? Wie hat Covid-19 die Gefühlslage der Menschen auf der Welt verändert? Wie wirkt sich das auf die Gesellschaft und kreatives Schaffen aus? Das waren die Grundfragen des Dokumentarfilms „Welt auf Abstand – Reise durch ein besonderes Jahr“, zu dem Teams auf der ganzen Welt beigetragen haben. Den Japan-Teil haben Justyna Feicht und Susumu Miyazu von Double Circle Tokyo und ich Anfang Oktober gedreht. Das deutsche Filmemacher-Team wurde dafür mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2021 ausgezeichnet und für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

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Freddy Lim: “Peking zensuriert dein Leben”

Dienstag, 03. November 2020

Nutzt China mögliche Unruhen nach den Wahlen in den USA, um Taiwan anzugreifen? Der taiwanische Extreme-Metal-Musiker (Vocalist von Chthonic) und Abgeordnete Freddy Lim hat sich an die Bedrohung gewöhnt. Er warnt den Westen vor chinesischer Unterwanderung. Vor einigen Tagen haben Gordana Mijuk, Leiterin der Auslandsredaktion der “NZZ am Sonntag”, und ich mit ihm ein einstündiges Skype-Interview geführt zwischen der Schweiz, Japan und natürlich Taiwan!

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Der Tag der Atombombe – so erinnern sich Zeitzeugen

Donnerstag, 06. August 2020
Hiroshima, NZZ am Sonntag

“Innerhalb von Zehntelsekunden verdampften sämtliche Lebewesen” – 75 Jahre sind seit dem Weltkriegsende in Asien und den Abwürfen amerikanischer Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vergangen. Mit zwei Überlebenden habe ich für die “NZZ am Sonntag” die Ereignisse des Tages rekonstruiert – Stunde um Stunde, so gut es ging. Denn bei einem damals 16-Jährigen hat sein Körper große Teile der Erinnerung “gelöscht”. Eine damals Siebenjährige wird dagegen noch heute von Flashbacks an grausame Details heimgesucht.

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ARD-Olympia-Doku: “Geheimnisvolles Tokio”

Mittwoch, 08. Juli 2020
Tokio von oben (c) Sonja Blaschke

Als wir im Mai und September 2019 für die Doppel-Doku “Geheimnisvolles Tokio” drehten, die zum Auftakt der Olympischen Spiele im Sommer 2020 Tokio den deutschen Fernsehzuschauern vorstellen sollte, hätte sich sicher niemand vorstellen können, dass Olympia wegen einer Pandemie um ein Jahr verschoben werden würde.

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