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Durchs Beben gegangen

Sonntag, 31. Mai 2015
In ganz Japan spürbar: das Beben bei den Ogasawara-Inseln (Illustration des japanischen Wetteramtes, JMA)

Diese Rollläden scheppern aber laut, dachte ich im ersten Moment. Dabei bewegte sich das Tor, an dem ich gerade vorbeiging, überhaupt nicht. Erst als daneben eine Tür aufging und ein nervös dreinblickender Uniformierter herauskam, merkte ich, dass der Lärm weder vom Gebäude noch von einer Baustelle in der Umgebung stammte. Gerade auf dem Heimweg von einem leckeren Abendessen, bemerkte ich beim Gehen zunächst nicht, dass sich der Boden unter meinen Füßen bewegte.

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Wie Sumo-Ringer böse Geister vertreiben

Mittwoch, 08. April 2015
Das jährliche Honozumo-Turnier am Yasukuni-Schrein: Bauchparade unter Kirschblüten. (c) Sonja Blaschke

Wie Sumo-Ringer jedes Jahr unter Kirschblüten kurz vor dem Frühlingsbeginn böse Geister vertreiben. Eine bunte Geschichte über das Show-Turnier am Tokioter Yasukuni-Schrein am Karfreitag.

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Frohe rosa Ostern

Sonntag, 05. April 2015
"Omikuji"-Horoskope im Kirschblüten-Design am Yasukuni-Schrein in Tokyo. (c) Sonja Blaschke

Da das Wetter am heutigen Ostersonntag in Tokyo alles andere als österlich ist, poste ich zwei Fotos aus dem Hibiya Park, die ich vor ein paar Tagen aufgenommen habe. Am wohl wärmsten Tag der Kirschblütenzeit dieses Jahr strömten aus den umliegenden Büros nahe des Regierungsviertels in Tokyo Hunderte Angestellte für ihre Mittagspause in den Park.

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Interview mit Deutschlandradio Kultur

Dienstag, 10. Mrz 2015
Mittagsfernsehen: Frau Merkel wird vor schwarz-rot-goldenem Hintergrund erklärt. (c) S. Blaschke

Deutschland bekam vergangene Woche nach langen Diskussionen eine (kleine) Frauenquote: 30 Prozent Frauen sollen bald in den Aufsichtsräten der gut 100 größten deutschen Firmen sitzen. Mit dieser Nachricht im Gepäck reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals seit sieben Jahren nach Japan (9./10. März). Auf ihrer Agenda unter anderem: die Förderung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

Zur Lage der japanischen Arbeitnehmerinnen rief mich das Deutschlandradio Kultur zu einem Interview an.

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“Wir wollen nicht glänzen”

Sonntag, 08. Mrz 2015
Sayaka Osakabe engagiert sich für die Rechte von Frauen am Arbeitsplatz. (c) Sonja Blaschke

Sayaka Osakabe gründete vergangenen Sommer Matahara Net, eine Hilfsorganisation, die Frauen unterstützt, die in der Mutterschaft am Arbeitsplatz diskriminiert wurden. Als selbst Betroffene ist sie mit Herzblut bei der Sache. Für ihren Mut, für Frauen einzustehen, vieler böser E-Mails von Männern und Frauen zum Trotz, wurde sie letzte Woche mit dem “International Women of Courage Award” des amerikanischen Außenministeriums ausgezeichnet.

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Frauen in Führungspositionen

Montag, 16. Februar 2015
Zum zweiten Mal lud die Ochanomizu Universität Frauen aus aller Welt zu einem Symposium über "Leadership" ein. (c) Sonja Blaschke

Zum zweiten Mal lud die Ochanomizu Universität am 7. Februar 2015 zu einem internationalen Symposium ein, bei dem es um Frauen in Führungspositionen ging. Nachdem die Premiere vergangenes Jahr fast von einem Schneesturm verhindert wurde, der in wenigen Stunden eine 30 Zentimeter hohe Schneedecke auf Tokyo hinterließ, spielte dieses Mal das Wetter mit.

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TV-Tipp: “Früher Kampf ins Leben”

Sonntag, 11. Januar 2015
Beim "Sansho no kai", einem jährlichen Treffen von Frühcheneltern und ihren Kindern an der Tokyo Women's Medical University. (c) Sonja Blaschke

Weltweit nimmt die Zahl der Kinder, die mit weniger als 37 Schwangerschaftswochen geboren werden, zu. In Deutschland sind es sieben Kinder von 100. Gleichzeitig steigt die Zahl von “Extremfrühchen”, die mit zwischen 22 und 26 Schwangerschaftswochen auf die Welt kommen. Sie wiegen häufig nur wenige Hundert Gramm. Der TV-Sender 3sat zeigte über sie vor kurzem die Wissenschaftsdokumentation “Früher Kampf ins Leben” von der Regisseurin Antje Christ, für die ich als Producerin vor Ort in Japan tätig war. Sie kann online angeschaut werden (Mediathek).

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Der Einfaltspinsel

Samstag, 10. Januar 2015
Ein Ausschnitt aus der vom Verlag Kodansha publizierten  Boulevardzeitung "Nikkan Gendai", Auflage 1,76 Millionen.

“Warum loben die großen Zeitungen und Fernsehstationen dieses Landes diesen Einfaltspinsel so in den Himmel, der nichts kann und nichts weiß, und nur über ‘Abenomics’ sprechen kann, die niemandem etwas nützen?” Die japanische Boulevardzeitung “Nikkan Gendai” nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie kritisiert regelmäßig schonungslos den amtierenden japanischen Premierminister Shinzo Abe. In ihrer Ausgabe vom 10. Januar 2015 geht sie aber auch mit den großen japanischen Massenmedien hart ins Gericht.

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